Autor Leo von Stieglitz

Januar 2019,

Arbeit ist Arbeit ist Arbeit ist … gesammelt, bewahrt und neu betrachtet

Autor

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„Arbeit ist das halbe Leben“ und „Schaffe isch halt ä G’schäft“. Schon aus Sprichwörtern erfahren wir, wie sehr die Arbeit den Alltag bestimmt. Seit der frühen Kindheit werden wir auf die Erwerbsarbeit vorbereitet. Doch auch Haushalt, Erziehung und Selbstoptimierung sind Arbeit. Allgemein dient sie der Erhaltung und Verbesserung eigener und gesellschaftlicher Verhältnisse. Dabei unterliegen unsere Vorstellungen von Arbeit zeitgenössischen Aushandlungen und Normen. Welche Bedeutung Arbeit beigemessen wird, ist abhängig von politischen und gesellschaftlichen Gegebenheiten.
Ein Blick in kulturhistorische Sammlungen eröffnet verschiedene Sichtweisen auf Arbeit – von gestern und heute und für morgen.

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25 Studierende • 5 Sammlungen • 3 Semester • 2 Ausstellungen • 1 Thema: Arbeit

Wie bestimmt Arbeit den Alltag im Wandel der Zeit? Und welche Vorstellungen machen wir uns von ihr?
Drei Semester lang haben sich 25 Tübinger und Freiburger Studierende in einem gemeinsamen Lehrforschungsprojekt dem Thema Arbeit gewidmet. Im Rahmen der Masterstudiengänge Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie (Freiburg) und Empirische Kulturwissenschaft (Tübingen) forschten sie in 5 Sammlungen und Archiven in Baden- Württemberg:

  • Landesmuseum Württemberg, Landesstelle für Volkskunde (Stuttgart)
  • Landesmuseum Württemberg, Museum der Alltagskultur (Waldenbuch)
  • Badisches Landesmuseum, Außenstelle Südbaden (Staufen)
  • Zentrum für Populäre Musik und Kultur der Universität Freiburg
  • Archiv der Alltagskultur des Ludwig-Uhland-Instituts für Empirische Kulturwissenschaft der Universität Tübingen

Die Ausstellung zeigt gesammelte Objekte der letzten 150 Jahre. Diese Zeitzeugnisse werden mit aktuellen Fragen zur Arbeitswelt in Verbindung gebracht.
Was sagen die gesammelten Objekte über Arbeit heute aus? Was wurde über Arbeit gesammelt, was nicht? Was können wir heute über Arbeit für die Zukunft sammeln? 

Einzelne Berufe spielen dabei weniger eine Rolle als grundlegende Eigenschaften und Wirkungen von Arbeit auf unseren Alltag. Diesen Aspekt wollen wir mit sieben unterschiedlichen Zugängen verdeutlichen. Sie zeigen die vielschichtigen Effekte und Wahrnehmungsweisen von Arbeit:

  • Arbeit ist … gesammelt
  • Arbeit ist … strukturierend
  • Arbeit ist … vergemeinschaftend
  • Arbeit ist … trennend
  • Arbeit ist … unterbrochen
  • 
Arbeit ist … bewegend
  • Arbeit ist … am Verschwinden

Ausstellung in Waldenbuch:
14.02.2019 – 31.03.2019, Vernissage: 14.02.19, 18 Uhr, Eintritt frei
Schloss Waldenbuch, Kirchgasse 3, 71111 Waldenbuch

Ausstellung in Freiburg:
16.02.2019 – 17.03.2019, Vernissage: 16.02.19, 18 Uhr, Eintritt frei
Galerie im Weingut Andreas Dilger, Urachstr. 3, 79102 Freiburg

 

 

Die Ausstellung wird im Rahmen der Landesinitiative Kleine Fächer vom Ministerium für Wissenschaft und Kunst Baden-Württemberg gefördert.

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Hubert Klausmann: Schwäbisch, 2014

November 2014, ,

Literatur: Schwäbisch – reloaded

Autor

Reloaded ? Von schwäbischer Literatur wird der interessierte Mann und die interessierte Frau in den letzten Jahren geradezu überflutet, von Lexika über Witzbücher zum Internet ist schier alles auf schwäbisch zu haben. Was aber lange Zeit zu kurz kam war die wissenschaftliche Beschäftigung mit dem schwäbischen Dialekt. Seit kurzem hat sich das grundlegend geändert: Mit dem im September 2014 erschienen Buch “Schwäbisch – Eine süddeutsche Sprachlandschaft” von Hubert Klausmann ist zum ersten mal eine allgemeine Einführung in die schwäbische Mundart erschienen, die zudem nicht nur für Dialektforscher gedacht ist. » Weiterlesen & Download

Menschen Im Krieg am Oberrhein

September 2014, , ,

Ausstellung: Ein grenzüberschreitendes Projekt: Menschen im Krieg 1914-1918 am Oberrhein

Autor

Die erste gemeinsame  deutsch-französische Wanderausstellung  über den Ersten Weltkrieg: Keine traditionelle Ausstellung der Militärgeschichte, sondern eine Ausstellung über die Leiden aller Teile der Bevölkerung, der Soldaten und Zivilisten, der Gefangenen, der Verwundeten und Sterbenden, der Frauen und Kinder.  In 32 Biographien wird deutlich, wie sehr der Krieg alles Leben bestimmte. Für heute ein Apell für den Frieden.

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Wäscheklammer "Wohnwelten"

Juni 2014, , , ,

Ausstellung: “Wohnwelten” im Museum der Alltagskultur, Schloss Waldenbuch

Autor

Seit Mai 2014 zeigt die neue Ausstellung “Wohnwelten” wie Menschen wohnen und wohnten. Wohnwelten zeigt was wir brauchen um uns wohnlich zu fühlen: Schutz, Licht, Wärme, Sauberkeit, Zusammenleben. Haben Sie Interesse mehr über die Helden des Alltags zu erfahren?

C'etait ou c'etait quand
Galerie Metz

Juni 2013, ,

Tip: C’était où ? C’était quand ?

Autor

Wo war das ? Wann war das? Ein interessantes Museum der Alltagsfotografie in Frankreich. In Metz existiert seit 2008 eine  Galerie, die Familienfotos sammelt. Seit Jahren bietet sie außergewöhnliche, weil so alltägliche, Einblicke in eine meist übersehene  kulturgeschichtliche Quelle.  Eine Anregung zum Nachahmen.  Mehr dazu auf der Webseite und  in einem Podcast des SWR 2 vom 15.1.2013: 682630.12844s

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Projekt: buetefisch & agentur einfach persoenlich